RaRo Sommerlager in den schönen Tiroler Bergen

Nachdem unser geplantes Lager in Korsika leider auf (hoffentlich!) nächstes Jahr verschoben werden musste, hatten wir das große Glück auf der Nosko Hütte im wunderschönen Padaun in Tirol eine Woche verbringen zu dürfen. Ungefähr 45 km südlich von Innsbruck liegt Padaun in den Zillertaler Alpen, gar nicht weit entfernt vom Brennerpass.

Nachdem wir es uns am Montagnachmittag gleich in der Hütte gemütlich gemacht haben, beschlossen wir die ersten zwei Lagertage einen kulinarischen Wettbewerb zu starten. Geteilt in zwei Gruppen – Christian mit Lily, Lizzi und Romy gegen Lisa und die beiden Sophies – lieferten wir uns ein Duell um das „Perfekte Hüttendinner“. Dabei sollten nicht nur Präsentation und Geschmack der Gerichte ausschlaggebend sein, sondern das gesamte Ambiente und die Kreativität eine wichtige Rolle spielen. Und so fanden wir uns am ersten Lagerabend in einer traditionellen italienischen Trattoria wieder. Als Vorspeise gab es Bruschetta, dann eine hervorragende Lasagne und abschließend ein köstliches Tiramisu.

Leider lies das Wetter am Dienstag immer noch etwas zu wünschen übrig, aber wir Pfadfinder lassen uns da nicht so leicht unterkriegen. Und so haben wir nach einem ausgiebigen Brunch mit frischen selbstgebackenen Weckerln gleich unseren ersten Gipfel, den Padauner Kogel (2066m), trotz Nebel, Wind und Nieselregen erklommen. Wieder zu Hause abgekommen, zogen sich Lisa und die Sophies sogleich in die Küche zurück, um an ihrem Hüttendinner zu arbeiten. Nach viel Ungeduld war es dann soweit, dass Christian, Lizzi, Lily und Romy in die urige Stubn eingeladen wurden. Bei leckeren Schmankerln mit äußerst kreativen Namen war auch der zweite Dinner-Abend ein voller Erfolg. Beide Teams waren so voneinander beeindruckt, dass es schlussendlich zu einem Gleichstand kam und alle zu perfekten Hüttendinner-Köchen gekürt wurden.

Am Mittwoch haben sich dann auch die letzten Wolken verzogen und wir sind zum ersten Mal so richtig in den Genuss des wunderschönen Panoramas gekommen, das wir aus dem Auto bis nach Innsbruck bewundert haben. Nachdem wir am Vormittag die Altstadt Innsbrucks näher erkundet haben, ging es am Nachmittag gestärkt von Pizza und Eis noch zum Schloss Ambras. Mehrere hundert Gemälde mit Habsburgern später, ging es dann wieder zurück nach Padaun und wir konnten endlich mal den Abend am Lagerfeuer ausklingen lassen.

Am nächsten Tag wurde die Schwindelfreiheit unserer Ranger beim Peter-Kofler-Klettersteig auf der Stafflacher Wand auf die Probe gestellt, was alle mit Bravour und Begeisterung meisterten.

Am Freitag verschlug es uns dann abermals auf die Berge und wir erkundeten die Gegend der Zeischalm mit ihren vielen Wasserrädern. Nebenbei ergatterten wir auch eine Menge frischer Heidelbeeren. Nach einer deftigen Portion Kasnocken ging es am Abend dann noch auf die Vennspitze (2390m) um dort oben beim Biwakieren die Nacht im Freien zu verbringen und zeitig in der Früh am Gipfel den Sonnaufgang zu bestaunen. Zurück auf der Hütte stärkten wir uns mit den ergatterten Beeren bei leckeren Heidelbeertatscherln und verbrachten dann den Nachmittag am Obernbergersee. Am Abend wurde noch gegrillt und lautstark am Lagerfeuer gesungen.

Am Sonntag – dem Tag der Ruhe – wurde erstmal ausgeschlafen. Nach einem leckeren Brunch (natürlich wieder mit frischem Brot, das hatten wir bis dahin schon perfektioniert) fuhren wir ins Gschnitztal und lernten im Mühlendorf alles, was es über Mühlen zu wissen gibt. Danach gönnten wir uns noch Kaffee und Kuchen beim benachbarten Gasthaus in Padaun, dem Steckholzer.

Montag wurde dann nur mehr die Hütte geputzt und zusammengepackt bevor wir leider auch schon wieder die Heimreise antreten mussten.

Auch wenn es heuer kein Auslandslager war, hatten wir eine super Woche in Tirol, die auch so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. An dieser Stelle noch ein rießiges Dankeschön an Lily und ihre Familie, dass wir die Woche in ihrer Hütte verbringen durften. 😊

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